daily soup

Dienstag, 30. Dezember 2008

Lesepause

Merkwürdig. Irgendwie schaffte ich es, mir eine fiebrige Erkältungskrankheit zuzulegen, die mir den Vorwand verschafft, tagelang im Bett zu verbringen. Das kommt bei mir eigentlich nicht allzu häufig vor - in ebenso grossen Abständen schaffe ich es dann, ein Buch durchzulesen. Ich brauche dafür also Zeit und Muse. Vor allem, da ich ja eher ein Langsamleser bin und eben dafür Zeit brauche.
Gerade absolvierte ich das erste Drittel von Zadie Smith Von der Schönheit - das Buch wird mir unheimlich. Vielleicht auch, weil es Wahrheiten des Lebens ausdrückt.
Es reflektiert ein bisschen auch meine Situation, es kommen aber auch noch Namen, Songtitel und Situationen vor, die mir sehr bekannt sind. Das hat schon etwas von C.G. Jungs Synchronizität an sich - mehr als sonst üblich.

Mich beschleicht aber ein bisschen der Verdacht (und da kann ich mittlerweile gut unterscheiden), dass dieses Buch für Frauen geschrieben wurde. Irgendwie geht es darum, dass sich Menschen finden, heiraten, eine Zeit lang miteinander glücklich sind, um dann rückblickend zu erkennen, dass die Heirat in eine Sackgasse führte (eben zumeist für die Frau - vor allem in einem traditionellen Rollenbild).
Es geht um menschliche Schwächen, Versagen und Scheitern. Ihr Fett kriegen übrigens sowohl Frauen als auch Männer, Konservative Moralapostel und linksliberale "Gutmenschen" weg.
Mal schauen, ob sich die Protagonisten da gut behaupten können ...

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Ein Schiff namens Unverdrossenheit

So, jetzt kann ich endlich folgenden Beitrag von Kid37 veröffentlichen, vom hermetischen Cafe, eines der ersten Blogs (wenn nicht überhaupt das erste), welches mir untergekommen ist:

Und dann höre ich diesen Satz, von dem ich denke, daß er irgendwo gefunden wurde. Aufgeschnappt, gelesen, und man sagt ihn, weil man hören will, wie er klingt, wie er sich anhört, laut, wie es sich anfühlt, nah. Eine gesummte Melodie wie ein aufgeschnappter Klingelton.

Zurück dann zum Schiff namens Unverdrossenheit. Hammer, Nägel, ein bißchen Holz. Das muß reichen, vielleicht geht es ja nicht weit hinaus. Den Geschmack noch auf den Lippen, das viele Blut im Mund, mühsam mit den tauben Händen an der Winde, Anker hoch und weiter dann. Was man will, nimmt man sich besser selber. Raubt es notfalls, kapert, stiehlt. Auf milde Gaben wollen wir nicht hoffen, jedermann sein eigenes Schiff.

Raus aus der See der Unverbindlichkeit. Das Gerede nicht mehr hören, den aufgesexten Glitzerquatsch. Der nachts nicht wärmt und nicht im Winter, selbst wenn er im Kamin verbrennt. Meine Träume, sag ich, sind schöner als deine. Du weißt nur nichts davon, du hast nie gefragt.

Diesen, schon etwas älteren Text habe ich mir gemerkt, kopiert, hatte damals Gültigkeit, hat jetzt Gültigkeit und wird weiterhin Gültigkeit haben.
Eine treffendere Beschreibung für meine jetzige Situation gibt es nicht. Der Text ist dort noch mit einem hübschen Bild versehen.
Auf zum Schiff namens Unverdrossenheit ...

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Hey Leute

An die LeserInnen, die hin und wieder da vorbeischauen:
Ein entspanntes Fest heute Abend, angenehme Familienbesuche und vor allem - nachdem eine Wohnung in der Nachbarschaft unabsichtlich abgefackelt wurde und die Mieter auch keine Haushaltsversicherung abgeschlossen hatten - sei folgendes zu vermeiden:

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Also - Peace !

Dienstag, 16. Dezember 2008

go west

Eine verrückte Flucht vor bösen Stimmungen. Samstag Früh mit Freund C. nach Vorarlberg gefahren. Er verbringt seine Weihnachtsferien bei seinen Eltern und fuhr schon früher als geplant in den Westen.
Da es ja momentan bei mir eher drunter und drüber zugeht, hängte ich mich an Ihm an (seine Beziehungsprobleme gleichen ebenso einer Dauerbaustelle wie bei mir) und fuhren mal den ganzen Tag mit seinem Auto westwärts, ab St. Pölten gegen die Sonne.
Wir beide rauchten wie Schornsteine eines Kohlekraftwerks zu den vorgegebenen Pausenzeiten unsere Zigaretten - in der Raststation Mondsee wunderten wir uns über Kolonien von schifahrenden Polen, die dann wohl in der Weihnachtszeit von Deutschen und Holländer abgelöst werden.
Abends endlich in Xiberg, wo wir von der Mutter von C. mit selbstgemachten Köstlichkeiten verwöhnt wurden. Mittlerweile kenne ich einige Wohnungen dieser Generation und die meisten sind mit Möbeln aus einer bestimmten Einrichtungsphase eingerichtet.
In diesem Fall die 70er - ich unternahm also auch eine kleine Zeitreise in meine Jugendzeit. Ergänzt wurde die Einrichtung mit alten Fotos, wo ich zum ersten Mal C. als ungefähr 16-jährigen sah, er sah Ian Mc Culloch von den Bunnymen nicht unähnlich. Er hatte ungefähr denselben Haarturm.
Sonntags dann schifahren im Brandnertal und abends besuchten wir den Schwager von C., der ja auch bei unserem bisher einzigen Marathon teilnahm.
Er stellte großzügig eine Kiste von irgendeinem bayrischen Klosterbier zur Verfügung und betonte dabei mehrmals, dass bei diesem Bier am nächsten Tag keinerlei Nachwirkungen zu verspüren sind. Wir tranken und pokerten bis ca. 1 Uhr früh und ich hatte in den entscheidenden Phasen das nötige Spielglück. Allerdings spielten wir nur um recht kleine Einsätze, die Fahrt zurück mit dem Zug konnte ich mir so nicht finanzieren ;-)
Nachwirkungen gab es natürlich sehr wohl, aber die lassen sich während einer 7-stündigen Bahnfahrt halbwegs verschmerzen.
Selbst die Konzentration auf Zadie Smith Von der Schönheit wurde nicht beeinträchtigt. Den Mann, der den Zügen nachsah, hab ich nach zwei Kapiteln beiseite gelegt. Betrugsgeschichten brauche ich jetzt nicht unbedingt.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Weinende Männer

Hier paar Links zu MP3-Blogs, die auch schöne Bilder bzw. Grafiken beinhalten. Aufgefallen ist mir MIA (Music is Art) zunächst durch eine Bilderserie, die vor allem weinende, berühmte Schauspieler zeigt. Typisch Frau, dachte ich zunächst, da der Blog von einer Danielle geführt wird bzw. von der Photographin Sam Taylor-Wood gemacht wurden (auf flickr gibt es von Ihr noch mehrere Fotoserien).
Natürlich hatte aber Nick Cave (oder der Video-Regisseur) als erster die Idee, weinende Männer abzubilden:

Schön ist auch der Cover-MP3-Blog Puritan Blister, wo einige verrückte Sachen runtergeladen werden können (z.B. White Wedding in einer Version von den Queens of the Stone Age), garniert ebenso mit netten Fotos ...

Dienstag, 2. Dezember 2008

Zufällig

wurde ich ja gestern Zeuge, wie sich die gestrige Sternenkonstellation vor meinen Augen abbildete. Vor meiner Laufrunde sah ich die hell leuchtende Venus links vom Sichelmond und oberhalb davon den Jupiter. Nach meinen paar gelaufenen Kilometern war dann allerdings der Jupiter nicht mehr zu sehen. Angeblich tritt diese Konstellation erst wieder 2032 auf. Sogar wolkenloser Himmel und milde Temperaturen waren förderlich für die Beobachtung. Was will man mehr ?

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Freitag, 28. November 2008

scribd ?

Kennt wer scribd ? Baut auf einem ähnlichen System wie YouTube oder flickr auf. Nur dass dort Dokumente gelagert sind, die runtergeladen, betrachtet und in Blogs eingefügt werden können. Ich nehme an unter einer "public license".
Ich probiere das gleich mit folgenden Dokument "Pluto im Steinbock" aus:

Esoteric Astrology: Pluto in Capricorn

es ist soweit

heute wechselt Pluto endgültig in den Steinbock. Er hat zwar schon im Februar den Schützen verlassen hat und hielt sich schon kurzfristig im Steinbock auf, aber jetzt ist es soweit. Bis März 2023 könen wir mit der Plutoenergie im Steinbock rechnen.
Dazu die übliche Auslegung der Astrologen:

Another indicator of major economic change is Pluto’s shift from Sagittarius to Capricorn. Because Pluto moves so slowly (it takes 240 years to circle the Sun), it spends several years in each sign. Since 1995 Pluto has been in Sagittarius, the sign of expansion and optimism. And, in typically extremist Plutonian fashion, Pluto in Sagittarius has involved over-expansion and over-optimism, apparent in this current financial crisis.

Now Pluto is getting ready to move into Capricorn — the ultimate reality-check sign — where it will remain until 2024. With Pluto in earthy Capricorn, we can expect that whatever does not have a solid basis in reality, and whatever is not ultimately sustainable, will collapse. From a big-picture perspective, we can see this as a positive development — the Earth can only take so much abuse and is more than ready for humans to get on board with a “green” economy, organic agriculture and other sustainable practices.

Pluto in Capricorn will “help” us by ensuring that we move in this direction. The sooner we can cooperate, the easier this transition will be.

zum Vergleich: die letzten Male, wo sich Pluto im Steinbock aufhielt, waren von 1515 - 1530 und von 1762 - 1777.

Dienstag, 25. November 2008

grrrh


Eine der schönsten Naturschauspiele neben Regenbogen, ersten Schnee und klaren Vollmondnächten zählt das Erlebnis, wenn die Sonne den Nebel vertreibt. So wie heute morgen.
Möge auch der umwölkte Geist Klarheit erlangen. Verdammt - meistens ist der aber eh klar genug - vielmehr sollten die (umwölkten) Gefühle Klarheit gewinnen.

Und welches Gefühl ist derzeit vorherrschend ?
Verdammt - ich bin so grantig, so angespeist, so ...

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Freitag, 21. November 2008

Im Nachhinein ist man immer schlauer

oder so ähnlich ...
Ganz so stimmt es nicht. Eher scheint es so, es wäre der Bauch klüger als der Kopf - er registriert Dinge unmittelbarer, während der Kopf sich gerne auch mal selbst anlügt.
Tatsächlich wusste mein Bauch (gut, auch der Kopf registrierte Ungereimtheiten) schon genau, was damals vor sich ging. Zwar nicht in konkreten Bildern, aber immerhin.
Der Kopf versuchte, die unangenehme Realität zu verdrängen und glaubte die Lügen, die vor Ihm aufgebreitet wurden. Bis es auch dem Kopf zu bunt wurde.
Natürlich, Madonna und Guy Ritchie trennen sich ebenso und wer weiss, welcher Lover da im Spiel war (die Musik ?) und um wieviele Millionen es da geht.
Die Bäuche und die Empfindungen sind wahrscheinlich aber auch nicht anders als in meinem Fall.
Mein Programm "gegen das ungute Gefühl im Bauch":
  • Rezitieren eines Ganesh-Mantras z.B. Aum Vighna Nasanaya Namah
  • Mogwai jeden Tag (habe ich schon erwähnt, dass das Mogwai-Konzert zwar kalt wie ein toter Fisch, aber trotzdem ziemlich toll war ?)
  • Lesen der Bibel-Psalmen (?)
  • Lesen des George Simenon-Klassikers "der Mann, der den Zügen nachsah"
  • Sich verkriechen bis zum Frühling (dann beginnt meine Zeit ...)
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Aum Vighna Nasanaya Namah

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Wien ?

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