Donnerstag, 8. September 2005

NeoCons und alte Punks

Hier muss ich einen Dank an das Hermetische Cafe aussprechen. Finde ich doch glatt einen Link wieder, den ich irgendwie verlegt habe. Passend zu meinen Gedanken bez. 100-jähriges Punkjubiläum lese ich in einer Zeitung über die Gründung eines Ramones-Museum in Berlin, welches am 15. September (1-jähriger Todestag von Joey - oder war es DeeDee ?) eröffnet wird. Na Bitte, wird ja noch. Wir sind schon so weit in das NeoCon-Land eingedrungen, dass all die wilden Sachen von früher in ein Museum gestellt werden.
Dazu auch passend der TAZ-Artikel von Marlene Streeruwitz, den ich, Liquidcenter sei Dank , dort gefunden habe.

... das liebe Wetter

nein, ist nix über New Orleans - ich wundere mich gerade über die Wetteranzeige von meinem Blog.
Da wird Nebel angezeigt, obwohl draussen der schönste Spätsommertag (Altweibersommer ?) ist. Normalerweise ist da jeder auf irgendeiner Bergspitze und geniesst die Aussicht .
Wahrscheinlich ist die Wetteranzeige um einige Stunden verspätet und der Messpunkt war um 6.30

Dienstag, 6. September 2005

Generation ?

was ich schon öfters mit Neugierde in Zeitungen gelesen habe, waren Betrachtungen über die Generation 40+.
Tenor war zumeist, dass sich teilweise die Generationen nicht mehr allzuviel unterscheiden und dass den Leuten, die in den 60-ern geboren sind, ein juveniler Charakter (böse Zungen behaupten infantil) anhängt.

Gestern hatte ich eine Ahnung, wie das gemeint sein könnte und komme dabei etwas in Schleudern.
Nebenbei bin auch erstmals mit einem pubertierenden Kind konfrontiert und ich muss mich erst daran gewöhnen, dass mein 14-jähriger Sohn jetzt in etwa gleich gross ist und mit tiefer Brummstimme zumeist "ich mag das nicht" spricht.
Gestern kam er mit einer CD heim, die er sich von dem jüngeren Bruder seines Schulfreundes ausgeborgt hat. Ich bin ja mittlerweile gewöhnt, dass nur harte Metalmusik zählt, obwohl es auch Ausnahmen gibt - aber diesmal - Überraschung:
Es war ein Sampler, die er ins MP3-Format konvertierte und dabei die Gruppennamen laut brummelte - es waren Bands wie Slaughter & the Dogs, the Rezillos, Buzzcocks, PIL, 999, etc, etc...
Kurz und gut, ein 70-er Punksampler und die meisten Bands hörte ich in einem Alter zwischen 19 und 20. Mit den Buzzcocks habe ich versucht, meinen damals gewaltigen Liebeskummer zu verarbeiten.
Was sagt uns das ?
Wird es ein 100-jähriges Punkjubiläum 2076 geben ? Hören sich heutige Kinder gerne Musik an, zu denen Ihre Väter tanzten (zu meinen Zeiten undenkbar) ? Oder hören sich Punkbands der 5. Generation genauso wie die damaligen Bands an ? Von der Punk-Philosophie gar nicht zu reden - was war damals echt - was ist heute aufgesetzt und umgekehrt ?
Nur gut, dass Punk verschieden interpretiert werden kann, nämlich als

  • Lebensstil
  • Kunstform
  • Verweigerung sämtlicher gesellschaftlicher Werte
  • adoleszente Phase von Leuten in den 70- und 80-ern
  • das grosse Geschäft - great Rock'n Roll Swindle
Jedenfalls haben sich Punk-Attitüden über 30 Jahre halten können und die Schulfreunde und -innen von meinem Sohn gehen mit Nietengürtel, gefärbten Haaren und Militaryhosen umher, alles eh auch brav.
Und ich spreche wie mein eigener Vater (bin sozusagen auf der Bremse): Was gescheites lernen, was gesundes essen, nicht zuviel fernschauen, früher schlafen gehen, etc, etc.
Verrücktes Leben, oder ?

Montag, 5. September 2005

Nachbetrachtung zu 2DaysaWeek Tag 1

Wie schon beschrieben, die Highlights waren dünn gesät, abgesehen von dem energetischen Auftritt von Nick Cave. Seitdem versuche ich sogar, die Balladen von Nick Cave zu "entziffern".
Was aber wirklich hängengeblieben ist und was ich mir in einem umfangreicheren Rahmen gewünscht hätte, war nur ein Lied, welches Echo & Bunnymen als vorletztes brachten.
Ich recherchierte und es stellte sich heraus, daß es sich dabei um "Ocean Rain" (aus Ocean Rain - 1984) handelte.
Da war die Magie da, wegen dem ich hingefahren bin. Ich werde wahrscheinlich dafür gesteinigt, aber Echo & Bunnymen sind die besseren U2 (ohne Stadionformat) und bei dem besagten Lied hätte ich mich beinahe hinreissen lassen, ein brennendes Feuerzeug in die Luft zu halten. ;-)

Freitag, 2. September 2005

TwoDaysaWeek Tag 1

Mein liebstes Sommerfestival:
Mit nicht allzu hohen Ansprüchen bin ich nur für den ersten Tag mit dem Shuttlebus nach Wiesen gefahren. An sich eine geniale Einrichtung, die ich schon letztes Jahr wahrgenommen habe. Gleich mal zum Vergleich zu meinem letzten Besuch in Wiesen:

Da konnte dieses Jahr nicht mithalten - ich denke, Tag 2 vom 2DaysaWeek 2004 war ein echter Glücksfall - ich kann mich noch an Melissa Auf Der Maur (leider nur die Zugabe), Urge Overkill, Supergrass, Deus, Kings of Leon und Franz Ferdinand (die ich mir praktisch schenkte) erinnern.
Aber diesmal ? Nachdem die Dresden Dolls abgesagt hatten und dafür Velojet engagiert wurden (Sophia war dann Headliner), schrumpfte das internationale LineUp gleich mal um 20 %.

Nächster Vergleich: die irgendwie sympathischen, jungen Wiesenbesucher sind so wie immer.
Letztes Jahr erkannten mich am Klo (schon zu späterer Stunde) zwei Burschen aufgrund meines T-Shirts als PearlJam-Fan. Einer von denen legte mir dann seinen Arm um meine Schulter um mir dann den kompletten Bike-Song (?) auf englisch fehlerlos vorzusingen. Auf meine schüchterne Frage, ob sie aus Kalifornien kämen, lachten sie und sagten, Mattersburg wäre ihre Heimatstadt.
Diesmal nicht ganz so intim, freundete sich ein junger Linzer mit uns an, der dann neben mir bei Nick Cave den Ship Song inbrünstig mitsang. Ist aber auch ein geniales Lied:
Come sail your ships around me, burn your Bridges down.

Die Höhepunkte für mich ?
Ich muss gestehen, ich stieg erst bei Sophia richtig ein. Die Walkabouts schenkte ich mir. Sophia waren schon irgendwie gut, allerdings, für meinen Geschmack und speziell, da es sich um ein Openairkonzert und nicht um einen Clubgig handelte, könnten sie von mir aus auch auf das Streicherquartett verzichten. Dass sie die forschere Gangart auch beherrschen, bewiesen Ihre letzten Nummern, die schon fast einen Raveonettes-mässigen Stil aufwiesen. Wenn so das ganze Konzert gewesen wäre ...
Echo & Bunnymen, wegen denen ich eigentlich gekommen bin: erwartungsgemäß enttäuschend - Ian McCulloch beschwerte sich am Anfang dauernd über den Monitorsound, sie spielten routiniert Ihr Set runter, gleich am Anfang Ihr Smash-Hit "Lips Like Sugar", dass normalerweise die Zugabe ist - ob sie irgendwas von Ihrer neuen Platte spielten, wurde gar nicht angekündigt.
Oder waren das die Coverversionen von Lou Reed (Walk to the Wild Side) und den Doors ?
Hängengeblieben bei mir ist nur die vorletzte Nummer - ein wunderschönes Kinderlied - als Highlight von den Bunnymen.
Ja und Nick Cave ? Ich hatte ja nur ein Konzert von Ihm in Erinnerung, aus seiner schlimmsten Drogenzeit mit Blixa Bargeld im Raimundtheater. Das Konzert war katastrophal. Ich schätze, da waren ziemliche Streitereien und vielleicht war ein Cold Turkey auch dabei.
Diesmal ? Ein Energiebündel. Nick Cave stürzt auf die Bühne, 100 %-präsent. Das Konzert beginnt mit "get ready for love". Background-Chor, 2 Schlagzeuger, 2 Keyboarder, 2 Gitarristen. Immer wieder setzt sich Nick Cave ans Klavier, um damit einen Song anzukündigen, sobald die Band einsetzt, schnappt er sich wieder das Mikro, um das Publikum zu beschwören. Dazwischen feuert er immer wieder die Band an. Der Mann gab das Letzte.
Ich war zu dem Zeitpunkt zwar nicht mehr 100-%ig fit, aber das Konzert war eindeutig ein Highlight. Ich wünschte, ich wäre mehr ein Cave-Fan.

Dienstag, 23. August 2005

schon wieder

nehme ich mir Auszeit. Möchte ja mit dem Fahrrad und gemeinsam mit meiner Tochter die Donau in Niederösterreich entlang radeln. Abenteuer und Freiheit ;-) - aber nach den sintflutartigen Regenfällen im Westen wird wohl die Donau ebenfalls Hochwasser führen und den Donauradweg überschwemmen.
Ich werde mir wohl eine Alternativroute überlegen müssen. Falls uns eine bösartige Mure oder so schnappen möchte, werde ich es bloggen.

... this is not America

fällt es nur mir auf ?
Es gibt schon eine ganze Reihe von Musiker und anderen Künstlern, die es vorziehen, ihren Wohnort von den USA nach Europa zu verlegen (vielleicht auch der Liebe wegen).
Angefangen hat alles mit Jonny Depp, der wg. der süssen Vanessa nach Frankreich gezogen ist. Gestern las ich, daß Chris Cornell (Sänger der früheren Soundgarden und jetzt bei Audioslave) nach Paris gezogen ist. Er hat ein 8 Monate altes Baby, weiterer Nachwuchs wird erwartet und lebt ziemlich asket. (Nach meiner Erfahrung gibt sich das nach ca. 5 bis 6 Jahren).
Mr. Eckstein von den Walkabouts erzählt, daß er jetzt in Slowenien lebt und daß es für Ihn immer eine Art Schock ist, wenn er zurück in die USA fliegt.

Ist das die Flucht vor den konsumfaschistischen USA (Money talks and nothing else) ?

A q u a r i u m

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Wien ?

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