Generation ?
Tenor war zumeist, dass sich teilweise die Generationen nicht mehr allzuviel unterscheiden und dass den Leuten, die in den 60-ern geboren sind, ein juveniler Charakter (böse Zungen behaupten infantil) anhängt.
Gestern hatte ich eine Ahnung, wie das gemeint sein könnte und komme dabei etwas in Schleudern.
Nebenbei bin auch erstmals mit einem pubertierenden Kind konfrontiert und ich muss mich erst daran gewöhnen, dass mein 14-jähriger Sohn jetzt in etwa gleich gross ist und mit tiefer Brummstimme zumeist "ich mag das nicht" spricht.
Gestern kam er mit einer CD heim, die er sich von dem jüngeren Bruder seines Schulfreundes ausgeborgt hat. Ich bin ja mittlerweile gewöhnt, dass nur harte Metalmusik zählt, obwohl es auch Ausnahmen gibt - aber diesmal - Überraschung:
Es war ein Sampler, die er ins MP3-Format konvertierte und dabei die Gruppennamen laut brummelte - es waren Bands wie Slaughter & the Dogs, the Rezillos, Buzzcocks, PIL, 999, etc, etc...
Kurz und gut, ein 70-er Punksampler und die meisten Bands hörte ich in einem Alter zwischen 19 und 20. Mit den Buzzcocks habe ich versucht, meinen damals gewaltigen Liebeskummer zu verarbeiten.
Was sagt uns das ?
Wird es ein 100-jähriges Punkjubiläum 2076 geben ? Hören sich heutige Kinder gerne Musik an, zu denen Ihre Väter tanzten (zu meinen Zeiten undenkbar) ? Oder hören sich Punkbands der 5. Generation genauso wie die damaligen Bands an ? Von der Punk-Philosophie gar nicht zu reden - was war damals echt - was ist heute aufgesetzt und umgekehrt ?
Nur gut, dass Punk verschieden interpretiert werden kann, nämlich als
- Lebensstil
- Kunstform
- Verweigerung sämtlicher gesellschaftlicher Werte
- adoleszente Phase von Leuten in den 70- und 80-ern
- das grosse Geschäft - great Rock'n Roll Swindle
Und ich spreche wie mein eigener Vater (bin sozusagen auf der Bremse): Was gescheites lernen, was gesundes essen, nicht zuviel fernschauen, früher schlafen gehen, etc, etc.
Verrücktes Leben, oder ?
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