Freitag, 2. April 2010

Heimat

(passend zum Karfreitag) - wäre interessant, zu untersuchen, welche Bedeutung die Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag hat (könnte sich um meine Heimat handeln - diese Zwischenwelt) ...
  • ist dort, wo das Herz ist ?
  • Liegt in der Vergangenheit oder in der Zukunft (aber nicht in der Gegenwart) ?
  • ist dort, wo wir unsere Freunde treffen ?
  • oder in den Armen unserer Liebsten ?
  • wo wir aufregende Zeiten haben ?
oder ist es vielleicht die Hölle (haha):

Oder auch Madrid (ist irgendwie nachvollziehbar, dass JLP Kid Congo Powers wirklich mochte):

Und nochmals der Gun Club mit Jeffrey Lee Pierce (höre ich momentan einfach die ganze Zeit - muss wohl an Ostern liegen):

mehr davon hier

Musste lange warten, bis ich wieder eine Heimat gefunden habe: die 1984 erschienene Las Vegas Story von den Gun Club. Und das jetzt, nachdem die WildWeed meine Lieblingsplatte Ende der 80er war.

.

Meine Träume:

What I say
you cannot hear it
so, you intrude upon my dreams
and hate my appearance,

Who gave you the right
to give out the rights?
and to intrude upon My Dreams
and sell out my eyes,

You can't take My Dreams
You can't take My Dreams
You can't take and steal from this body...

I never get a chance
in the airport
sick in bathroom with Your Dreams
and a flight to nowhere,

In Victoria, Gare du' Nord (du)
and Tompkin's Square
You're standing on My Dreams
and you don't care,

You can't take My Dreams
You can't take My Dreams
You can't take and steal from this body...

A heartbeat
tears my insides apart
and tears apart My Dreams
in the whirling dark,

I never got to go
I cannot make it
I never get to have Dreams
and I will not take it,

You can't take My Dreams
You can't take My Dreams
You can't take and steal from this body...

Sonntag, 28. März 2010

Hymnen u.a.

Irgendwann beim Laufen (da fällt mir immer alles mögliche ein) kam mir unsere Hymnendebatte in den Kopf:
Die gibt es ja schon lange - viele halten den Text unserer Bundeshymne für nicht mehr zeitgemäss und alle paar Jahre gibt es Änderungsvorschläge. Wie zuletzt, wo die Zeile "Heimat bist Du grosser Söhne" mit dem Zusatz "grosser Töchter" versehen werden soll.
Das erinnert mich fatal an die Hymnenverarschung von Drahdiwaberl, die schon damals (tiefste 70er) dichteten "Heimat bist du großer Söhne, Heimat bist du großer Töchter, Zusatzvers der Frauenrechtler"

Der ganze Text (zur Erinnerung):

Land der Äcker, Land der Dome
Land am Strom ohne Atome,
Land der Titel und Diplome

Heimat bist du großer Söhne
Heimat bist du großer Töchter
Zusatzvers der Frauenrechtler

Land der unmöglich begrenzten,
Land der Berg', der allerschensten,
Land der Seen und Lipizzaner,
Der Prohaskas und des Klammer

Land der Krone, Land des Staberl
Land der Gruppe Drahdiwaberl

Wenn Änderungsvorschläge zu irgendeiner (verstaubten) Tradition kommen, kommt immer gleich eine Lawine ins Rollen:
Ich fange mal gleich mit der langweiligen Melodie an und finde, man sollte da Profis wie Emerson, Lake & Palmer ranlassen.
Diese 70er Progrocker haben das Zeug zum Hymnenschreiben (während mir diese Ideen kamen, hörte ich tatsächlich ELP) - siehe Jerusalem.
Ich glaube, sie komponierten mal auch irgendeine Olympiahymne.

Schließlich, was ist der Sinn einer Hymne ?
Bei Bundes- und Nationalhymnen geht es anscheinend immer darum, das eigene Volk, den Kaiser oder andere Herrscher (oder Herrscherinnen) lobzupreisen. Sozusagen:" wir sind so gut, wir sind so toll, wir sind die Besten dieser Welt".
Also wie Anton aus Tirol - um nichts besser !
Das finde ich nun nicht mehr wirklich zeitgemäss - Nationalstolz hin oder her - es ist Zeit, anstelle grosser Söhne und Töchter den Begriff "Menschen" zu verwenden und auch jegliche Abgrenzung zu anderen Menschen zu vermeiden.
Ich plädiere also für den Vers "wir sind alle eins".
Ein zweiter Sinn einer Hymne wäre, zu helfen, ein entferntes Ziel, welches Mühen und Anstrengungen kostet, zu erreichen.
Sowas wie "am Ende wird es geben: Frieden überall, keinen Hunger, keine Unterdrückung, Freiheit für jeden/r" - oder so ähnlich ...
So stelle ich mir eine Hymne vor.

Sonntag, 21. März 2010

Sex

wieder mal die reißerische Überschrift, um Aufmerksamkeit zu heischen - hehe.
Gestern diskutierte ich mit einem Freund, der so etwas wie ein Housemusikveranstalter ist, über die Art von Musik, die er bei seinen Partys auflegt. Er nannte es Minimal Electronic, was mir zunächst nicht viel sagte und fragte nach, ob es sich dabei umso etwas ähnliches wie Massive Attack handelte.
Er verneinte und gab als Erklärung die Zahl 120 bis 130 beats per minute an.
Wir kamen dann irgendwie auf Sex, wieviel bpm das wohl beinhalten würde. Er gab irgendeine (oder keine) Zahl an, die ich jetzt nicht mehr im Kopf habe, ich weiss nur, dass ich wohl dazu diametral zum Rest der Menschheit stehe.
Ich gab dann an, dass dies für mich Null bpm bedeutete (da sieht man wieder die Verwandtschaft zwischen Sex und dem Tod) und ich die Vision habe, wo zwei Körper nicht miteinander kopulieren, sondern wie zwei Nixen (oder Seepferdchen) einen Unterwassertanz aufführen. Oder wo es zugeht wie bei einem Paarungsritual zwischen zwei Schlangen:

Eine schöne erotische Übung finde ich, ist auch, wenn ein Partner über dem anderen die Kobra (also diese Yogaübung) oder auch Liegestütze macht, ohne Ihn oder nur klein wenig zu berühren.
Also es geht eigentlich um das Nichtberühren
Ahja - die Musik dazu kommt von Massive Attack. Hört Euch Paradise Circus an. Das dazupassende Video ist dort.

Samstag, 20. März 2010

Scheidungsmeerschweinchen

Der letzte Akt:
Heute brachte ich das letzte Gemeinsame zum Tierschutzhaus und konnte mich nicht mal richtig verabschieden.
Nachdem alles Sonstige schon längst geregelt ist - getrennte Lebensbereiche, Finanzielles, Kinder (naja - nicht ganz, das hat eine Eigendynamik) war das Meerschweinchen ein hartnäckiger Nachzügler:
Bisher war es die meiste Zeit in Obhut einer deutschen Studentin - in den Ferien war es bei uns und in Folge dann bei mir - aber nachdem die Studentin wieder zurück nach Deutschland ging, landete es wieder bei mir - allerdings ohne jede Abmachung.

Meine Tochter (die sich damals das Meerschwein wünschte) verlor schon lange das Interesse daran und alle Versuche, das Meerschwein in Obhut bei Bekannten von Bekannten bzw. zu meiner Ex zu bringen, scheiterten.
Also heute die (traurige) Fahrt zum Tierschutzhaus, über die Strasse, die ich auch immer benutzte, um zu meiner Exflamme zu kommen.
Vergangenheitsbewältigung Pur !
Das Gute daran:
Es gibt Scheidungshäuser (Häuser, die sich noch im Rohbau befinden und wo sich die Partner während des Baues trennen), Scheidungsautos und eben auch Scheidungstiere ...
Da bin ich also noch gut dran - obwohl ich Respekt vor dem Leben habe und diesen Weg alles andere als optimal sehe, war dies noch die beste Lösung für alle Beteiligten.
Der Worst Case bei Scheidungshäuser: ich hörte zuletzt eine Geschichte, wo ein Paar gemeinsam ein Haus bauten. Als das Haus fertig war und frisch bezogen wurde, entschloss sich die Frau - in Aussicht auf ein langweiliges Leben - sich vom Partner zu trennen. Gleichzeitig, wenn schon Veränderung, dann gründlich, kündigte sie ihren sicheren, aber langweiligen Job, zog in eine andere Stadt (Wien) bzw. unternahm eine längere Reise nach Indien.
Die Entscheidung dürfte für sie richtig gewesen sein, aber Schade um die Energie, die für den Hausbau notwendig war.
Vielleicht gilt auch hier das physikalische Gesetz - dass Energie nicht verschwindet, sondern sich nur verwandelt ...

Dienstag, 9. März 2010

Grüss Gott im Sanskrit

Namaste bedeutet: „Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind.“ Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf eine Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, dem Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: „Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.“
Anders ausgedrückt:
Namaste recognizes the duality that has ever existed in this world and suggests an effort on our part to bring these two forces together, ultimately leading to a higher unity and non-dual state of Oneness !

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