Endlich wieder ein vielversprechendes Konzert, allerdings im Chelsea. Schon die Hinfahrt mit der U6 war lustig, ich selbst lustlos und ausgelaugt, bis irgendwann ein ca. 16-jähriger, weiblicher Gothic-Freak dazustieg und sich mir gegenüber hinsetzte. Sie voll aufgetakelt, parfümiert, etwas pummelig, aber nicht unsexy. Wirkte aber auch wieder sehr brav und überhaupt nicht wie nach schwarzen Messen, abartigen Sexualpraktiken, etc...
Dachte mir, die fährt bestimmt nicht ins Chelsea - und richtig, ich stieg allein aus und beim Chelsea lungerten die angenehmen, biertrinkenden Rocknormalos. Mein Energielevel war noch immer im roten Bereich und ich hoffte, daß er im Laufe des Abends auf grün wechselte. Die Karten gingen weg wie, ... naja, es war ausverkauft. Die Chelseakenner wissen, was das bedeutet - ist aber nicht anders, als im Flex - nämlch Hitze, schlechte Luft und keine Sicht auf die Bühne.
Brant Bjork unterzog uns einer Zeitreise, er und die Band wirkten wie aus den frühen 70-ern entsprungen. Mit Stirnbändern, langen Haaren - die optimale Bikerband.
Auch der Sound entsprach dem damaligen HeavyRock-Klischee, ohne aber antiquiert zu wirken, sondern irgendwie dem Stonerrock-Mythos verbunden.
Ich muß zugeben, um das Energielevel zu heben, trank ich ein paar Bierchen, was sich fast noch rächen sollte. Glaube aber, die Chelseaatmosphäre war die Hauptursache, daß mir später fast schwindelig wurde. In der U6 beim Nachhausefahren wäre ich beinahe eingeschlafen - ich muß mal wieder meinen Tank auffüllen.