Samstag, 26. April 2008

huach zua

die Phrase ist durch Hans K. beliebt und bekannt worden. Mittlerweile wird sie in Werbejingles, (als Klingelton ?) und von Hansi K.-Imitatoren verwendet. Und zumindest ein Poster im Standard-Online Forum verwendet Ihn als Alias.
Was Hans K. auszeichnet, ist, dass sich an Ihm die Geister scheiden. Manche sind von Ihm schwer begeistert, andere lehnen seine eitle Selbstdarstellung bzw. gar seine Rolle als ÖFB-Teamchef rundweg ab. Mir selbst war er bisher eher wurscht. Und als Teamchef war er nicht ohne Grund umstritten.

Da sich bei mir wieder häufiger die Schlafprobleme austoben - bedingt durch die alten Leiden meiner Gemahlin, die wieder auftauchen und dem Pubertätswahnsinn meines Sohnes - schaffte ich eine Aktion, die ich so schon lange nicht mehr unternommen habe.
Eigentlich hätte ich ja die Freitagnacht für soziale Kontakte nützen sollen, so knipste ich aber um 4 Uhr Früh das TV-Gerät an und sah die Wiederholung von Hans K.`s das Match.
Im Abendprogramm würde ich mir ja das Zeugs nie anschauen, aber in aller Herrgottsfrüh im Dämmerzustand zwischen Wachsein und Müdigkeit ist es okay.
Witzigerweise erkannte ich da eben die Entertainerqualitäten von Hans K.
Ich wusste oft nicht, meint er das ironisch und würde mit einem Auge zwinkern oder nicht. Naja, die Story ist, so nehme ich an, so angelegt und das macht halt den (seichten) Unterhaltungswert aus.
Szene: Clerici klopft an Hans K.`s Hotelzimmertür an und sagt er hat ein Problem (nachdem er vorher an der Tür gelauscht hat und Johnny Cash vernommen hat). Hans K. zu Clerici: na dann komm eine, Bua (mit Schmunzeln).
So ist er, der Hans K. Hart, rauhe Schale (aber gerecht ;-) ?), aber ein großes Herz - bzw. wird es so vermittelt.
Ob er privat auch so ist, wäre nicht uninteressant. Auf eine Eigenschaft würde ich aber wetten: er ist bestimmt seeehr eitel, der Goleador.
Wahrscheinlich ein idealer Familienpapa ...

Donnerstag, 17. April 2008

I hope I die before I get old

Die Werbung fällt auf:
Für einen Versicherungskonzern wurde der alte Gassenhauer der Who namens My Generation gekauft, um irgendeine Versicherung (ich glaube Kfz, ursprünglich dachte ich passenderweise sogar an eine Lebensversicherung) akustisch zu untermalen.
Ob das jetzt rein textlich oder sinngemäss so dazupasst, wurde, so denke ich, nicht überlegt.
Da kann man nur sagen: Why dont you all f-fade away ?

Dafür gibt es ein Cartoon zur "Blogger-Generation" - die Musik dazu bitte dazudenken:

My Generation

Mittwoch, 16. April 2008

Abteilung Krocha und FM4

Dienstag, 15. April 2008

hard for you

Familienfeste gab es letzten Sonntag zuhauf. Zuallererst mal ein traditionelles Geburtstagsfest in einem Gasthaus mittags.
Am Abend dann so etwas ähnliches - naja, eher habe ich alte "Hawara" in der Szene Wien getroffen. Bei einem Konzert der wieder auftretenden Beasts of Bourbon.
Ich selber habe sie das erste Mal gesehen, obwohl sie in unseren Kreisen früher eine fixe Größe waren. Letztes Jahr waren sie schon mal in Wien, nur ich - äähh - war gerade nicht in der Gegend.
Ihr Ruf als hemmungslose Liveband hielt sich über die Jahre, der Vergleich zu Iggy Pop ist nicht zu abwegig - allerdings kann ich mir bei den Typen auch ziemliche Stimmungsschwankungen vorstellen (je nach Whiskeykonsum).
Seit Sonntag zählen sie zu den Bands (neben den Melvins und Brant Bjork), zu denen ich ungeschaut wieder auf ein Konzert gehen würde - wo ich sogar auch paar Kilometer mehr in Kauf nehmen würde.

Typische Australier eben, dicht, intensiv - und Tex Perkins, der Sänger, ist soundso eine Kategorie für sich. Eine verschärfte Version von Tom Waits und einem Bluespunk, den sie schon gespielt haben, da war noch weit und breit keine Rede von den White Stripes.
Dazu kam noch, dass ich den Ex-Freund meiner Frau getroffen habe, der sowieso (wie ich erstmals mitkriegte) alle meine Konzert-Bekanntschaften kennt - inklusive der berüchtigten Szenekellnerin A., dem Lokalbesitzer H. und der 2 Meter grossen Skug-Schreiberin A. .
Wir beide geraten uns eher auch nicht in die Haare, sondern es war für mich (wie gesagt) eher familiär.
Mein Gott, was hätte aus uns alles werden können. Wir hätten Mühl-ähnliche Kommunen, Revolutionen oder einen Zigeunerclan bilden können.
Stattdessen - naja, lassen wir das lieber.

Montag, 7. April 2008

Suderantentum

Ein leidiges Thema. Ungern stimme ich in den Chor ein, der sich über die Regierung, über das Fernsehen, über den Werteverfall oder über die "Jugend von heute" beschwert.
Ich klinge wie mein eigener Vater, trotzdem - vielleicht hat er in einer gewissen Weise recht.
Konkret beschwert er sich über das österreichische Fernsehen, dass dort nur mehr amerikanische Serien gespielt werden. Er klickt sich deswegen immer in einen obskuren, deutschen Satelliten-Regionalsender ein, der nur ostdeutsche Filme aus den 60-ern bringt.
Ein Blick auf das heutige Fernsehprogramm, garniert mit einer Vorankündigung der Serienstars, wo der Montagabend vorgestellt wurde, scheint seine Sicht zu bestätigen.

Nun könnte man sagen: eh wurscht, ist wenigstens eine Motivation, wieder ein Buch zur Hand zu nehmen, oder sich einen anderen TV-Kanal auszuwählen, stattdessen Sport zu betreiben oder interessante Gespräche mit dem Lebensabschnittspartner *räusper* zu führen.
So einfach ist es nicht. Schliesslich handelt es sich um einen öffentlich-rechtlichen Sender, der von den Gebührenzahlern finanziert wird (Vision: die Zahler bestimmen, was gespielt wird).
Weites fällt tatsächlich die Dominanz der amerikanischen Serien auf, die sich auf bestimmte Segmente spezialisiert haben: Krimis und Krankenhausserien.
Ich fände es nur gerecht, wenn z.B. der Montag (von mir aus) den US-Serien vorbehalten bleibt, dass dann Dienstag Filme (oder Serien) aus Bollywood kommen, Mittwoch diese Endlosserien (Telenovelas) aus Brasilien, Donnerstag wäre britisch nicht schlecht, Freitag - hatte nicht Tschechien mal eine tolle Filmindustrie ? - tschechische Serien, Samstag - jetzt kommt es - deutsche Serien (uahhh - eine Rosamund Pilcher-Endlosschleife aus Cornwall) und Sonntag - mmhhh - österreichische Produktionen (ähhh - Hr. Rossi Lugner sucht das Glück ?).
Anderer Vorschlag: Nostalgieabende mit 60er-Serien, bewusste Auswahl an Serien, wo keine Gewalt vorkommt (Thema: Gewalt unter Jugendliche), Themenschwerpunkte.
Vielleicht werde ich auch nur alt, wenn ich anfange, mich über das Fernsehen zu beschweren.

A q u a r i u m

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