die Zeit

Mittwoch, 13. Juni 2007

vor sich hin altern - aging away

Five to one, baby
One in five
No one here gets out alive, now
You get yours, baby
I'll get mine
Gonna make it, baby
If we try

mmhh - das, was einem früher ziemlich egal war, wird mit der zunehmenden Anzahl an Jahresringen zu einem Hauptthema.
Das Alter. Da ich (wahrscheinlich) meine Lebensmitte schon überschritten habe - glücklicherweise aber mit Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden zu tun habe - fallen mir einige Dinge besonders auf:

  • als Kind glaubt man, Erwachsene gehören zu einer anderen Welt und deren Alter ist unendlich weit vom eigenen entfernt
  • Kinder und Jugendliche können tiefe Freundschaften pflegen und haben einen starken inneren Zusammenhalt
  • Im Alter werden die Distanzen zwischen Generationen, Geschlechter und generell zu den Mitmenschen grösser
  • zur Jugend gehört die Ekstase, zum Alter die (innere) Ruhe ?
  • gehört Desillusionierung zum Alter und Idealismus zur Jugend ?
sittingbull

Bestimmte Dinge bleiben zwar im gesamten Leben gleich, als Kind bzw. Jugendlicher glaubt man aber, dass sich Dinge (von selbst) ändern und dass man später ein ganz anderer Mensch sein wird.
Interessant finde ich dazu den Gedanken, dass die Zukunft aus der Vergangenheit resultiert. Es gibt also das Ursache und Wirkung-Prinzip.

The old get old
And the young get stronger
May take a week
And it may take longer

Mir fallen mittlerweile Situationen auf, wenn ältere Menschen mit Wehmut auf die Jugend blicken. Manche machen sich dabei zum Narren, andere ziehen sich vom Jugendtrubel zurück.
Ich selbst bemerke an mir, dass ich mich in Gegenwart von jüngeren Menschen ein wenig zurückhalte. Ich will ja nicht wie ein Idiot dastehen, da

  • ich keine wilden Feste mehr die ganze Nacht durchfeiern kann
  • es zwecklos ist, junge Dinger anzubaggern
  • wahrscheinlich ein anderes Wertesystem habe (?)
Ich gebe es aber zu, es braucht nicht viel, um mich aus der Fassung zu bringen. Dazu stellt sich die Frage - wie in Würde altern ?

Eine Erinnerung:
Das werden auch diejenigen im Kopf haben, die damals dasselbe Lokal besuchten, welches ich als ca. 17-jähriger öfters aufsuchte - das sagenumwobene Voom Voom.
Da gab es damals in den 70-ern einen älteren Herren, vielleicht knapp an die 70 (oder schaute er nur so alt aus ? - das waren die 70-er, Mann), der besuchte ebenso das Voom Voom, um mit Hilfe der Steve Miller Band (fly like an eagle), Supermax oder Ted Nugent junge Mädchen einzubraten, was Ihm auch immer gelungen ist. Öfters kam er schon in Begleitung von zwei jungen Mädchen ins Lokal, um dann dort wildest abzutanzen.
Das scheint aber, eine andere Geschichte zu sein - das waren schliesslich die 70-er, Mann (Slangausdruck von Kotzwinkles Fan Man).

Your ballroom days are over, baby
Night is drawing near
Shadows of the evening crawl across the years

Dienstag, 3. Oktober 2006

My Generation

Vor kurzen kam mir der seltsame Gedanke, welche Konstanten es in meinem Leben gäbe.
Als erstes fielen mir musikalisch Pearl Jam und die Smashing Pumpkins ein. Als ich gestern abend aber A. Vitasek anlässlich seines neuen Programms My Generation im TV sah, wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr er mein Leben begleitet.
In der TV-Sendung wurde erwähnt, dass es sich um ein Jubiläumsprogramm handelt, da er in diesem Jahr 50 geworden sei. Unsere Generation ? In einigen Jahren werden mir die 80-er wie eine weit entfernte Zeitepoche, ähnlich des Fin-de-Siecle, vorkommen.

Dienstag, 5. September 2006

der Ernst des Lebens beginnt wieder

das hat immer mein Vater zu mir gesagt - zu Schulbeginn im Herbst (?) ähh im September - wenn ich ein bisschen gemütskrank wurde wegen dem Ferienende.
Seitdem versuche ich diesen Begriff zu meiden. Nicht nur, dass die Schule als "ernst" bezeichnet wird, nein - gleich das ganze Leben.
Ich muss aber zugeben: begeistert waren meine Kinder gestern ob des Schulanfangs auch nicht gerade. Ich sag halt immer: "wird scho wean (bei der Frau Horn ist`s auch woan)".

Was macht man aber, wenn man selber nicht mehr in die Schule geht und einem trotzdem die Verzweiflung packt ?
Gestern ertappte ich mich selber, dass ich mich an einen Geburtstag einer "Verflossenen" erinnerte, obwohl ich mich nicht wirklich daran erinnern wollte. Blödes Gedächtnis.
Wenn ich noch Adresse oder Telefonnummer gehabt hätte, hätte ich vielleicht angerufen - wenn mir schon einfach so dieses unsinige Datum einfällt - was aber eine nicht so gute Idee gewesen wäre.
So aber ... werde ich wohl eine Runde heute abend laufen gehen - und hoffen, dass die Malaise irgendwann mal zu Ende geht ...

Freitag, 1. September 2006

kleine Spielerei ...

bin ja auf der Suche, um endlich mal mir die richtige Zeit anzeigen zu lassen. Die Servertime ist einfach immer falsch und ich selbst hab ja keine Uhr - dabei ist die Worldclock recht hilfreich - und das kleine Script von ClockLink, welches ich mir runtergeladen habe und gleich auf dieser Seite eingebaut habe.
Hoffentlich passt mal die Zeit.

Dienstag, 2. Mai 2006

die Zeit ist wie ein Wüstenwind

letzten Sonntag ein Besuch im Wienmuseum. Die Ausstellung für Zeitreisende wie Hr. Kapuste oder ich namens Wien war anders, die ich persönlich sehr spannend finde.
Witzigerweise das Wochenende mit 2 Tagen Dauerregen und einer allgemeinen Kronprinz Rudolf-Hysterie. Bekanntermassen spielte an diesem Wochenende die millionenteure TV-Produktion in unserem staatlichen Fernsehen, zu der die Fotos von August Stauda vortrefflich dazupassten.
Und wie es sich auch zu so einer Ausstellung gehört, auch gleich zwei äusserst entfernte Bekannte getroffen. Einer, den ich eh häufiger treffe, weil unsere Arbeitsplätze nicht so weit voneinander liegen - ein knapp vor der Pension befindlicher weisshaariger und -bärtiger Computerdinosaurier.
Und der zweite, der mich begrüsste und den ich sonst auch nicht wiedererkannt hätte war Frisbee, ein alter Szenemusiker, seit 20 Jahren nicht mehr im Geschäft - hatte mal einen Smash-Hit mit seinen Vogue und dem frozen seas of Io.
Wir hatten nie intensiven Kontakt zueinander, so dass sein Wiedererkennen mich ein bisschen stolz machte.
Manchmal würde ich gerne das Rad der Zeit zurückdrehen.
and the beat goes on, sha-lala-lali - sha-lala-lala

Donnerstag, 30. März 2006

... und ex

oder so ähnlich würde ich es bezeichnen. Fast in einem Zug ausgelesen, den Hangover Square.
So etwas ist mir auch schon länger nicht passiert. Ich möchte nicht zuviel von der Geschichte erzählen, aber Hamilton gelingt es, einen Film im Kopf ablaufen zu lassen, der niemals abreisst, der das Herz berührt.
Nur paar Termini: Regen, Dunkelheit, verrauchte Pubs, Parfüm, Bahnhöfe, Schizophrenie, Enttäuschungen, das London der 30-er Jahre.
Der Untertitel: eine Geschichte aus dem finstersten Earls Court - spricht für sich.
Mal sehen, vielleicht lese ich auch den zweiten Roman, der übersetzt worden ist und letztes Monat rausgekommen ist. Soll sogar ein gutes Ende haben und die Hauptfigur ist diesmal eine Frau: Sklaven der Einsamkeit

Dienstag, 28. März 2006

Nikki Sudden lebt nicht mehr!

Er verstarb letzten Sonntag in New York.
Angeblich war Herr Sudden erst 49 - er überlebte aber seinen Bruder Epic Soundtracks um 9 Jahre.
Beide gründeten ja die sagenumwobenen Punk-Band The Swell Maps, die in den späten 70-ern Kultstatus genoss.
Zu seinem Ableben gibt es einen kleinen Bericht im Billboard-Magazin.

Nikki-Sudden

Das Foto stammt von seinem letzten Auftritt in Wien (2.6.2005).
R.I.P.

Donnerstag, 23. März 2006

Neulich am Amt

Wenn ein typischer Wiener Amtsalltag und der MadProfessor zusammentreffen, ist Ärger und Kopfschütteln programmiert.
Da es höchste Zeit war, den Pass von meinem Sohn verlängern zu lassen - Geistesblitz: Personalausweis genügt ja auch - ist ein Besuch eines städtischen Bezirksmagistrats geplant.
Vorher noch eine kleine Recherche, ob die auszustellende Behörde auch die richtige wäre: alles in Butter. Dazu auch überprüft, ob es nicht auch schon Online-Formulare für den Antrag gibt - : leider nein.

Na gut, um den Antrag persönlich vom Amt abzuholen, machte ich mich gegen Morgengrauen vor Arbeitsbeginn auf den Weg.
Schon bei der Orientierung im Bezirksamt die erste Hürde: wo ist die verdammte Abteilung, die diese Dinger ausstellt ?
Wollte sogar den Portier befragen, aber der wurde schon von anderen orientierungshungrigen Amtsbesuchern belagert.
Nach einiger Zeit fielen mir dann die winzigen Hinweisschilder auf, die mich in den zweiten Stock wiesen.
Dann die Orientierung im Passamt: mmhh, keine Antragsformulare, die sonst frei zu entnehmen sind, zu sehen. Wahrscheinlich sind die gerade aus.D.h. es bleibt nichts anderes übrig, als bei einer Sachbearbeiterin vorzusprechen, um an die Formulare zu kommen.
Also eine Wartenummer geholt. Sind ja sowieso nur drei Leute vor mir, das müsste schnell gehen. Kaum setze ich mich nieder, wird schon jemand aufgerufen. Nur mehr zwei Leute vor mir. Nach ca. 5 Minuten wird die nächste Nummer aufgerufen. Na Bitte, geht ja.
Aber dann - die Zeit vergeht, es passiert und passiert nichts. Mir fällt das schrille Lachen auf, welches hinter einer Tür hervordringt, auf der "Reinigungspersonal" steht.
Nach einiger Zeit kommt ein junger Mann, der ohne zu Zögern an der Tür anklopft, auf der "Vizereferatsleiterin" steht. Er wird eingelassen um nach kurzer Zeit wieder rauszugehen. Offensichtlich mit der Vizereferatsleiterin bekannt.
Dachte schon, jetzt werde ich dort auch anklopfen - ich will ja bloss ein paar Formulare. Aber nein, es kann ja nicht so lange dauern.
Dann kam noch ein älteres Ehepaar: die Frau erklärte dem Gemahl, in welches Zimmer er aufgerufen werde und sie werden sich später treffen. Abgang der älteren Frau.
Die letzte Person vor mir wurde aufgerufen. Also jetzt kann es wirklich nicht mehr lange dauern.
Ich zählte nach: es gibt 4 Türen, hinter denen Sachbearbeiterinnen (ausnahmslos weiblich) arbeiten. Eine Tür wurde nie geöffnet: wahrscheinlich ist die betreffende Person krank oder sowas ähnliches. Auf jeden Fall nicht da. Auf einer Aufschrift bei einer anderen Tür gibt es drei Namen, also teilen sich drei Sachbearbeiterinnen den Raum. In diesen Raum ging eine Mutter mit Tochter, die schon vor meiner Anwesenheit aufgerufen worden ist und nach ca. 20 Minuten Wartezeit diesen Raum verliessen.
Eine Mutter mit drei kleineren Kinder wurde als erste vor mir aufgerufen, die sich dort nicht lange aufhielten, allerdings wurde dann keine weitere Person mehr aufgerufen. Aber nach ca. 10 Minuten kam die Familie zurück, um nach Anklopfen wieder den Raum zu betreten, in dem sie schon vorher war. Wahrscheinlich Stempelmarken geholt.
Die vierte Tür wurde am häufigsten frequentiert - d.h. von den zwei übrig verblieben wartenden Personen vor mir. Die Sachbearbeiterin ging auch einmal raus, um irgendwas fotozukopieren. Dann wieder lange Zeit nichts.
Wieder kam eine Person mit einer Wartenummer in der Hand (Aussehen ist mir leider entfallen).
Nervös ging ich den Gang auf und ab.
Endlich (nach ca. einer halben Stunde) wurde ich aufgerufen.
Die Antragsformulare ? Die gibt es nicht mehr, erwiderte freundlich die Beamtin (?) - denke, das arme Schwein der Abteilung. Ich war dann auch wg. der langen Wartezeit nicht ungehalten .
Einfach das nächste Mal mit den Dokumenten gleich vorbeikommen, Zahlung per Bankomat- oder Kreditkarte möglich - nur die Wartezeit auf den ausgestellten Personalausweis benötigt zwei Wochen, dafür wird der Deckel per Post zugestellt.

Na bitte, da sage einmal die österreichische Bürokratie sei nicht modern.
Beim Hinausgehen war der Warteraum leer - nach mir ging es dann wahrscheinlich ziemlich flott.

Samstag, 25. Februar 2006

I need some fine wine and you, you need to be nicer

Faschingswochenende ... das fängt ja gut an. Nachdem die Woche irgendwie ganz schön anstrengend war - vor allem mit zu wenig Schlaf - bin ich jetzt in ausgezeichneter Miesepeterstimmung.
Draussen schneit es und am liebsten würde ich mich vor der Welt verkriechen. Schaut so aus, als würde ich heute und morgen versuchen, die Zeit auf alle Fälle umzubringen.
Also - Pappnasen auf und zugeprostet - Lei Lei !

Donnerstag, 17. November 2005

die Zeiten ändern sich nicht

Hin und wieder komme ich in die Gegend, wo ich aufgewachsen bin und die gar nicht so weit von meiner jetzigen Wohnung liegt. Meine liebes Schwesterherz wohnt jetzt dort und es kann vorkommen, dass ich mich dann manchmal in die Zeit meiner Kindheit zurückversetzt fühle.
Bei meinem letzten Besuch fielen mir folgende Aushänge auf, die auch zu meinen Kindheitszeiten aktuell waren.

gruenfl

Irgendwie noch schlimmer finde ich:

spielen

Daraus schliesse ich: es hat sich nichts geändert (zumindest in der Wohnhausverwaltung)

A q u a r i u m

Perlentaucher u.a.

MyClock

today is the day

Today is the greatest Day I've ever known Can't live for tomorrow, Tomorrow's much too long I'll burn my eyes out Before I get out I wanted more Than life could ever grant me Bored by the chore Of saving face Today is the greatest Day I've ever known Can't wait for tomorrow I might not have that long I'll tear my heart out Before I get out Pink ribbon scars That never forget I tried so hard To cleanse these regrets My angel wings Were bruised and restrained My belly stings Today is Today is Today is The greatest day I want to turn you on I want to turn you on I want to turn you on I want to turn you Today is the greatest Today is the greatest day Today is the greatest day That I have ever really known

Mondphasen

CURRENT MOON

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