Fussball

Montag, 30. Juni 2008

Achtung

sie verlassen jetzt die UEFA-Zone. Bitte richten Sie Ihre Pässe für die Grenzkontrolle her.
In einem virtuellen Land haben wir uns bewegt. Wahrscheinlich auch in einer undemokratischen, kapitalistischen Monopolgesellschaft.
Erlaubt war nur, was die UEFA genehmigte.
Okay, es gab auch Ausnahmen, wie den Würstland in der Meiereistrasse. Normalerweise hätte er ja einem McDonalds-Stand weichen müssen. So gab es den Kompromiss, an Spieltagen den UEFA-Fastfood und das offizielle UEFA-Bier zu verkaufen - an den anderen Tagen durfte das eigene Sortiment verkauft werden.
Aber wo die Richtung hingeht, ist offensichtlich. Der Fussball bewegt sich weg von den Fans hin zu einer massentauglichen Familienentertainment-Show. Hat ja auch seine Vorteile: kein Rowdytum, höhere Eintrittspreise und höherer Umsatz, Knebelverträge. Vielleicht war die englische Premierleague grosses Vorbild ? Immerhin läuft es dort schon seit Jahren so.
Ist also nur eine Frage der Zeit, bis die russischen Oligarchen das Zepter bei der UEFA übernehmen werden.

Nachsatz:
Bei der EURO 2008 wurde allerdings feiner Fussball geboten und mit Spanien ein würdiger Europameister gefunden. In diesem Sinn kann sich der Fussball ruhig weiterentwickeln.

Samstag, 28. Juni 2008

Spanien oder Deutschland ?

Wer soll denn aus der Sicht Österreichs Europameister werden ?
Mit Deutschland verbindet uns die gemeinsame Sprache und dieser "Grosse Bruder-Komplex". Mit Spanien die gemeinsame Habsburgergeschichte (1516-1700) - gut das könnte genausogut gegen Spanien sprechen.
Allerdings vergönne ich es Spanien, da sie
  • den schöneren Fussball spielen
  • schon lange kein Turnier mehr gewinnen konnten
  • langhaarige, milchbärtige Spieler haben, für die sich ältere Frauen (Schwiegermütter ?) erwärmen könnten, wie z.B. Torres, S. Ramos, u.a. - Deutschland hat leider nur Lahm

Donnerstag, 12. Juni 2008

Dobbiaco-Run und Ivo

Kurz eine kleine Reminiszenz an den 9. Lauf von Cortina nach Doblach: meine Erwartungen und mein Vorhaben wurden erfüllt und ich denke, daß es einer der schönsten Landschaftsläufe überhaupt ist.

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Kurios war nur, daß kurz vor meinem Zieleinlauf scheinbar die Computeranlage zusammenbrach. Muß wohl an meiner Anti-PC-Aura liegen. Jedenfalls gab es zunächst nur eine Ergebnisliste mit einer Reihung, wo als letzter Läufer derjenige aufschien, der knapp vor mir einlief.

Und jetzt zu etwas komplett Anderem, nämlich meinem EM-Senf:
Hoffentlich agiert nicht Hicke genauso zögerlich wie Schneckerl bei der WM 1998 in Frankreich.
Kurze Rückblende: Schneckerl (Anmerkung: der damalige Teamchef) hielt an Andreas Herzog (Anmerkung: er hat in Österreich diesselbe Rolle wie Oliver Bierhoff in Deutschland) fest, der die Mannschaft zwar in die WM schoß, aber aufgrund einer Zehenverletzung nicht 100-%ig fit war.
Auf der Bank saß Ivica Vastic, in der Form seines Lebens und war maßgeblich mit Reinmayr und Haas (das magische Dreieck) daran beteiligt, daß Sturm Graz 1998 österreichischer Fußballmeister wurde.
So kam er beim ersten Spiel Österreichs gegen Kamerun in der 82. Minute für Herzog auf das Feld, im zweiten Spiel gegen Chile in der 73. Minute und gegen Italien durfte er von Beginn an spielen.
Schneckerl sagt heute über die damalige Situation, daß er diese falsch eingeschätzt hat und Herzogs Aussagen vertraute. Allgemein wurde Ihm damals übelgenommen, daß er gegen Kamerun zu vorsichtig aufstellte.
10 Jahre später rutscht Vastic im letzten Moment in die EM-Manschaft und wird wieder als Wechselspieler eingesetzt.
Mein Tip: Vastic wird gegen Polen aufgeigen und Kienast wird entweder heute abend oder gegen die Deutschen das vermutlich kurioseste "Steirertor" des Turniers schiessen.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Il Cuore

Ich legte zwar mein ganzes Herz in den Wien-Halbmarathon, die 2 Stunden-Schallmauer habe ich aber nicht brechen können. 2:01 sind aber immer noch meine persönliche Bestzeit, was angesichts der - sagen wir schwierigen Bedingungen im Wiental - auch nicht so schlecht ist.
Vielleicht laufe ich im Herbst nochmals diese Distanz - und dann wird er wieder purzeln - mein persönlicher Rekord - und zwar diesmal mit einer 1:5x - Zeit.
Ein noch viel grösseres Herz hat anscheinend Rino oder wie er auch genannt wird: Il Cuore Rossoneri bzw. Braveheart

.

Bei dem Spiel Milan - ManU fiel sogar mir auf, welch wichtiger Spieler Gattuso für seine Mannschaft ist. Vergleichbare Typen gibt es genug: bei den Bayern gibt es O. Kahn, in Österreich ist sein getrennter Zwillingsbruder Didi Kühbauer.
Allesamt irre Gestalten, die bei Erreichen ihres Zieles kein Mittel auslassen, cholerisch veranlagt und bei Gegner und Mitspielern gefürchtet sind.
Folgend eine Szene aus einer TV-Übertragung, wo Gattuso seinem Image wieder mal gerecht wird (empfohlen wird, den Ton abzudrehen, da der Kommentar ein bisschen ablenkt):

Frisst er vor einem Spiel rohes Fleisch ? Wird er zwischen den Spielen in einem Käfig gehalten ? Wie schaut es mit der Dopingkontrolle aus ?
Ich wusste allerdings bis dahin nicht, welchen Kult es um Gattuso gibt. Es gibt sicherlich bessere Fussballer als er - Kaka, Seedorf und Maldini sollten bei rot-schwarzen Fussballerwahlen normalerweise voranliegen.
Der beliebteste Fussballer beim AC Milan ist jedoch Terrone Gattuso, der das Prinzip (Achtung - alter Happel-Spruch) "aufgegeben wird nur ein Brief" wie kein anderer verkörpert.
Jetzt gibt es eine Autobiographie von Ihm und die Süddeutsche verfasste darüber diesen schönen Artikel.

Montag, 26. Juni 2006

Soccer 2006 WM

So, jetzt muss ich mal meinen Senf zu dieser WM abgeben:
Meine bisherigen Lieblingsteams dieser WM sind Australien und Argentinien.
Wobei die Gauchos auch meine Favoriten für den Titel sind.
Unglaublich, aus welchem Spielerreservoire der Trainer schöpfen kann. Will er Crespo und Saviola schonen, kommen erst Carlos Tevez (bisher mein Lieblingsspieler) und Messi auf das Feld. Beide gehören für mich in die Anfangsformation.
Überhaupt ist es eine WM der jungen Spieler. Von Poborski, Torres, Fabregas und eben den jungen Argentiniern wird man noch lange hören.
Das Team der Vorunde a la Schneckerl und Vastic ?
Mein Team kommt mit einer - ätsch - 3-5-2 Aufstellung, wobei ich natürlich nicht 100% weiss, ob die Positionen und die Zusammensetzung passen:

Also im Tor: Ali Boumnijel (TUN)
Verteidigung: Chippenfield (AUS), Puyol (ESP), Ivan Hurtado (ECU)
Mittelfeld: Fabregas (ESP), Riquelme (ARG), Ronaldino (BRA), M. Rodriguez (ARG), Hakan Yakin (CH)
Sturm: C. Tevez (ARG), Torres (ESP)

Auf meiner Liste wären noch, das wären sozusagen die Ersatzleute: Ph. Senderos (CH) und Sorin (ARG) für die Verteidigung, Nedved (CZ) im Mittelfeld, Messi (ARG) im Sturm und Sammy ADJEI (GHA) für das Tor.
So, die Steinigung mag beginnen.
Ahja, noch was: die Auswahl ist natürlich subjektiv. Der Umstand, dass keine Deutschen in meinem Kader sind, liegt einzig darin, dass ich deren Spiele nicht gesehen habe. Dabei ist es eine (das wurde schon öfters gesagt) sympathischsten Manschaften Deutschlands ever. Da vergönne ich Ihnen ja fast den Titel.
P.S.: ich freue mich schon auf das Freitagsspiel.

Montag, 5. Juni 2006

WM 2006 ...

kommt mit Riesenschritten und es gibt kaum eine Möglichkeit, sich dem zu entziehen.
Obwohl ich Fussball mag, werde ich das aufgeregte Drumherum hassen. Im Mai-RollingStone war übrigens darüber ein netter Kommentar namens Soccer Sucks, der Autor fällt mir dazu leider nicht ein.
Der Fussball ist also in der gierigen Kralle der Dreifaltigkeit Medien-Werbung-Industrie - und das brachte mich auf die Idee:
Kann Fussball gerettet werden ? Kann er, wie die schöne Prinzessin dem Drachen entrissen werden ?
In Wien werden voraussichtlich die Spiele als Grossevents teilweise in Stadien übertragen - vielleicht fällt mir ein Alternativkonzept ein, so a`la gebt dem Volk den Fussball zurück.
Als erstes wäre z.B.:
  • zeitgleiche Wuzzlmeisterschaft zur WM
  • selber fussballspielen mit Freunden zeitgleich zu den Übertragungen der WM
  • Erstellen von Kriterien, um einen Alternativpreis zum Weltmeister zu gründen, wie die sympathischste, fairste und ärmste Mannschaft
Naja, so ungefähr halt...

Freitag, 25. November 2005

Georgie Best

ist tot. Ich weiss nicht, ob das Ende des alten Trinkers besonders erwähnenswert ist. Aber ein bissl ist ein Teil der 60-er Jahre gestorben. So wie John Lennon, Brian Jones u.a.
War auch ein Teil meiner Kindheit, da langhaarige Fussballer meine besondere Aufmerksamkeit erlangten und Best in seiner Art unübertroffen war. Aber wie gesagt, für mich eine Fernsehlegende und wahrscheinlich eher hinterfragenswert - der britische Hans Krankl ?
Nein, dazu kam er aus einer anderen Zeit - bezeichnet sein Spruch:
Ich habe eine Menge Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich verprasst.
RIP

Mittwoch, 19. Oktober 2005

Geschichte wiederholt sich ...

Nun, ich bin zwar nicht unbedingt ein Rapid-Fan, vielmehr gehe ich lieber zum Sportklub, aber die Spiele von den Grün-Weissen in der Champignon-Liga schaue ich mir doch gerne im TV an - eine Reminiszenz an meine Kindheit.
Rapid - Brügge: 0 : 1
Schon das sogenannte "Anheizen" im ORF war ziemlich schlimm: "Brügge in Reichweite von Rapid - wird es der erste Sieg ?" Da war die Aussage von Hicke vor dem Spiel schon diplomatischer (wie üblich).
Die Partie selbst war dann das klassische "wer die Chancen versemmelt, bekommt ein dummes Tor und verliert"-Spiel - sie hätten gestern auch das Tor nicht gemacht, wenn der belgische Schlußmann nur einen Arm zur Verfügung gehabt hätte - soviel Angst vor dem entscheidenden Torschuss habe ich noch selten gesehen.
Leicht zu erkennen war der Ast, in dem sich die ganze Mannschaft befindet und erinnerte mich an die letzte Champion-League-Saison von Rapid 96/97 - nur mit dem Unterschied, dass von der 96-er Meistermannschaft die besten Spieler sich verabschiedet haben und kein vollwertiger Ersatz geholt worden ist - diesmal ist im Wesentlichen die Mannschaft gehalten worden plus Zukäufe der tschechischen Defensiv-Routiniers.
Nach 97 kamen für Rapid bittere Jahre und ich hoffe, dass sich das nicht unbedingt wiederholt - allerdings wenn Ivanschitz und Hoffmann den Klub verlassen, könnte genau das eintreten.
Kommen wir zum psychologischen Aspekt des Phänomens: Hicke kennt solche Phasen bei Fussballmannschaften, die mal immer wieder vorkommen können:
  • wenn bei den Stürmern Torflaute ist
  • die Mittelfeldspieler sich verdribbeln und nicht rechtzeitig abgeben
  • die Abwehr löchrig ist
  • allgemein Fehlpassorgien produziert werden
dann ist in der Mannschaft der Wurm drin und ist nur schwer rauszubekommen. Dann sind Spieler gefragt, die sich nicht gegenseitig die Schuld zuweisen und ein Trainer, der die Spieler in solchen Phasen aufrichten kann.
Heri Weber war das damals offensichtlich nicht, man braucht viel psychologisches Feingefühl, ungefähr soviel wie ein
  • Manager/in einer Punkrockband
  • Lehrer/in einer Klasse mit pubertierenden Kinder
  • Familienvater einer durchschnittlich durchgeknallten Familie
Hicke könnte dafür der richtige Mann sein, ich denke, er hat seit dem Faröer-Debakel dazugelernt - allerdings verabschiedet er sich in Richtung Nationalteam und sein Nachfolger hat die undankbare Aufgabe, die Scherben zusammenzukitten.

Mittwoch, 12. Oktober 2005

WSK - Vienna

Ich freue mich, dass ich dabei war und Zeuge eines magischen Abends geworden bin. Jeder wusste, das war eine Sternstunde, die nur sehr selten vorkommt.
Zum ersten Mal in meinem Leben schmuste ein wildfremder Mensch, mein Stehplatznachbar (ähh, ein bisschen übertrieben, ist aber trotzdem wahr)- jeweils nach den beiden WSK-Toren mit mir, was mir allerdings ein bissl spanisch vorgekommen ist.
Jedenfalls - so eine tolle Fussballstimmung hatte ich noch nie erlebt.

Sonntag, 21. August 2005

eine von vielen Beschäftigungen

Die Rubrik Fussball wird somit offiziell eröffnet.

Kann sein, dass ich hin und wieder meinen Senf zur Nationalmannschaft dazu gebe, schliesslich bin ich leidenschaftlich einer von den drei Millionen Teamchefs. Ich werde mich damit aber eher zurückhalten.

Glaube ansonsten von mir, dass ich ein eher untypischer Fussballfan bin.
Kann auch selbst nicht allzugut mit dem Ball umgehen - war selber nie Kicker in einem Verein, und bin erst sehr spät Fan von meinem Lieblingsverein geworden.
Also, wenn ich mir Fussballspiele ausserhalb des Fernsehens anschaue, dann zumeist auf der Friedhofstribüne in Dornbach und in eher unregelmässigen Abständen seit ca. vier Jahren.
War letzten Freitag das erste Mal in dieser Herbstsaison dort und sah meine Gründe, dorthin zu gehen, absolut bestätigt.

  • temporeiches, spannendes, kämpferische Spiel mit hohen Einsatz
  • sympatische Fussballer und Fans (wie du und ich)
  • treffe dort Freunde und es gibt immer was zu feiern
Ich muss gestehen, ich bin in erster Linie Anhänger von diesem Verein, da man auf der Tribüne mit Menschen steht, die zumeist derselben Auffassung wie ich sind, dass das Beschimpfen der eigenen oder gegnerischen Spieler bzw. des Schiedsrichtes nicht allzu "cool" ist. Der einzige Platz im Fussballland, wo auch Frauen und Kinder ohne Bedenken hingehen können.
Der Sportklub schaffte es am Freitag, praktisch ohne Mittelstürmer 3:0 zu gewinnen. Lustig war, daß die zuerst geschmähten Spieler auch die Tore schossen.
Zuerst die Nummer 9 (Sancho Jani), der alles andere als ein Strafraumspieler ist, dann das Muskelpaket Alfred Niefergall, der vor allem als Prellbock dient und zum Schluß die Ausnahme, der fehlerlose Libero aus dem Iran.
Alle Tore fielen durch Weitschüsse - war ein schöner Abend.

A q u a r i u m

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